Neujahrsansprache 2021 von Ministerpräsidentin Malu Dreyer

Veröffentlicht am 31.12.2020 in Pressemitteilung

teletext-dpa-image-ministerpraesidentin-malu-dreyer-archivbild-

Liebe Rheinland-Pfälzer und Rheinland-Pfälzerinnen,

was für ein Jahr liegt hinter uns! Noch nie haben wir so viel Zeit in der digitalen Welt verbracht. Noch nie in der Geschichte der Bundesrepublik war unser Miteinander so gefordert.
An Tagen wie heute spüren wir die einschneidenden Corona-Maßnahmen ganz besonders. Der Shutdown macht viele einsam und er gefährdet wirtschaftliche Existenzen.
Ich verstehe, dass Sie es leid sind, jeden Tag mit den neuesten Corona-Zahlen aufzuwachen und ins Bett zu gehen. Ich verstehe gut, dass Sie gern einen klaren Fahrplan aus der Krise hätten und manches kritisch sehen. Das Virus aber zwingt, die Lage immer wieder neu zu bewerten. Noch immer lernen wir täglich dazu und müssen mit zum Teil widersprüchlichen Erkenntnissen umgehen.
Mich bedrückt, dass auch in Rheinland-Pfalz über 1300 Personen an und mit COVID-19 gestorben sind. Meine Gedanken sind bei denen, die einen geliebten Menschen verloren haben, und bei denen, die sich von einem Sterbenden nicht verabschieden konnten. Allen, die auf den Intensivstationen um ihr Leben ringen, wünsche ich von ganzem Herzen, dass sie die Krankheit überwinden.
2020 bleibt leider auch mit der entsetzlichen Mordfahrt in Trier verbunden. Schock und Trauer über diese unfassbare Tat sitzen tief. Ich denke an die Toten und an die, die sie schmerzlich vermissen. Den Verletzten in den Krankenhäusern wünsche ich vollständige Genesung.
Doch auch wenn wir um Tote trauern und noch harte Monate auf uns warten: Wir dürfen nicht zulassen, dass Angst unser Leben beherrscht. Denn wenn Pessimismus zur Leitschnur wird, wagt niemand mehr etwas. Dann verliert die ganze Gesellschaft.
Wir ziehen in der Landesregierung alle Kräfte zusammen, um Sie, liebe Rheinland-Pfälzer und Rheinland-Pfälzerinnen, so gut wie möglich vor einer Corona-Ansteckung zu schützen und die gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Folgen der Pandemie abzufedern. Wir verstärken noch einmal gezielt den Schutz in unseren Alten- und Pflegeheimen. Eine neue „Kriseneinheit des Landes“ unterstützt die Einrichtungen jetzt zusätzlich mit hunderten Aktiven aus verschiedenen Hilfsorganisationen, um regelmäßige Schnelltests zu garantieren. Auch sorgen wir für viele weitere „helfende Hände“, um bei Engpässen in der täglichen Arbeit zu entlasten.
Ich bin dankbar dafür zu sehen, wie viele auch von Ihnen, liebe Rheinland-Pfälzer und Rheinland-Pfälzerinnen, tatkräftig dafür sorgen, dass gefährdete Menschen gut und sicher durch die Krise kommen. In den Krankenhäusern, Pflegeheimen, Gesundheitsämtern und ambulanten Diensten kämpfen die Mitarbeitenden rund um die Uhr dafür, dass sich möglichst wenige anstecken und die Kranken gut versorgt werden. In Kita, Schulen und Hochschulen geben alle ihr Bestes, damit kein Kind und kein junger Mensch zum Verlierer der Pandemie wird; Eltern stemmen unter schwierigen Umständen Beruf und Familie gleichzeitig. Und täglich leisten diejenigen Großes, die unsere Gesellschaft am Laufen halten, obwohl sie dabei eine Ansteckung riskieren: Verkäufer, Busfahrerinnen, Handwerker und Paketbotinnen, Feuerwehrleute, Polizisten – und viele andere mehr.
Ihnen allen sage ich von Herzen danke. Sie machen sich um Ihre Mitmenschen und um unser Land verdient.

Liebe Rheinland-Pfälzer und Rheinland-Pfälzerinnen,
als Ihre Ministerpräsidentin werde ich auch 2021 alles tut, um unser Gesundheitssystem zu stärken und um diejenigen zu unterstützen, die von der Pandemie hart getroffen sind oder aus einem anderem Grund Hilfe brauchen.
Und die Landesregierung nutzt die Krise entschlossen für eine gute Zukunft: für beste Bildung und für eine klimaneutrale Wirtschaft, die in Rheinland-Pfalz die Chancen der Digitalisierung und der Künstlichen Intelligenz optimal nutzen kann.
Ich bin fest davon überzeugt: Wir können aus 2021 ein gutes Jahr machen! Das sage ich ganz besonders den vielen jungen Menschen, die sich ausgebremst fühlen.
Die akute Gefahr der Corona-Pandemie werden wir im nächsten Jahr überwinden, wenn wir weiter auf Abstand zusammenhalten. Ein Impfstoff, der maßgeblich in Mainz entwickelt wurde, gibt Grund zur Hoffnung. In unseren Alten- und Pflegeheimen haben die Impfungen am vergangenen Sonntag begonnen und unsere Impfzentren sind startklar.

Lassen Sie uns zuversichtlich in die kommenden Monate gehen!

Zusammen mit meinem Mann und meiner Familie wünsche ich Ihnen ein gesundes, friedvolles und glückliches Jahr 2021.

 
 

Wetterstation Kranitz in Höringen

Höringer Wetter

FAQ des kommunalen Rechts

Gemeinde- und Städtebund RLP

Aktuelles und Interessantes

12.01.2022 13:50 #Wirsindviele: SPD-Ortsvereine rufen zu Online-Demo gegen rechts auf
In der Corona-Pandemie wird rechtes Gedankengut wieder salonfähig. Um dem etwas entgegenzusetzen, rufen SPD-Ortsvereine aus dem gesamten Bundesgebiet für den 12. Januar zu einer Online-Demo auf. Das Motto: #Wirsindviele gegen rechts weiterlesen auf vorwärts.de

12.01.2022 11:49 Schnellerer Umstieg auf Erneuerbare
Energieminister Robert Habeck setzt in seiner „Eröffnungsbilanz“ die richtigen Schwerpunkte. Aus Sicht der SPD-Fraktion im Bundestag geht es jetzt darum, zügig die Erneuerbaren aus-zubauen. „Mit der Eröffnungsbilanz zielt Bundesminister Robert Habeck richtigerweise auf auch kurzfristig umzusetzende Maßnahmen. Etwa bei der Grenze für Ausschreibungspflichten, bei dem sogenannten atmenden Deckel für Photovoltaik, der den Ausbau Erneuerbarer Energien

10.01.2022 14:25 KÜHNERT ZUR IMPFPFLICHT-DEBATTE
ENTSCHEIDUNG „GEHÖRT IN DIE HÄNDE DES PARLAMENTS“ SPD-Generalsekretär Kevin Kühnert hat die Bedeutung einer freien Abstimmung im Deutschen Bundestag über eine mögliche Impfpflicht unterstrichen. Überrascht zeigte er sich, dass Markus Söder den eigenen Abgeordneten offensichtlich nicht viel zutraue. Die Debatte um eine allgemeine Impfpflicht berührt grundsätzliche ethische Fragen. Darum will die SPD, wie viele andere

10.01.2022 10:49 Die Debatte über die Impfpflicht gehört in den Bundestag
Wer über eine mögliche Impfpflicht diskutiert, muss das klar, deutlich und mit der Ernsthaftigkeit tun, die dem Thema angemessen ist, sagt Katja Mast. Im Januar soll diese Debatte im Bundestag beginnen. „Die notwendige Debatte über die Impfpflicht wird geführt – sie beginnt im Januar im Bundestag. Klar, deutlich und mit der Ernsthaftigkeit, die dem Thema

10.01.2022 10:18 BUND-LÄNDER-BESCHLÜSSE ZU CORONA
„ALLES, WAS NOTWENDIG IST, WIRD GEMACHT“ Die Zahl der Neuinfektionen zieht auch in Deutschland deutlich an. Bund und Länder wollen mit neuen Maßnahmen mindestens eine Dämpfung erreichen, damit die Krankenhauseinweisungen nicht auch in die Höhe schnellen. Im Kampf gegen die sich auch in Deutschland rasant ausbreitende Omikron-Variante des Coronavirus werden die Zugangsregeln für Restaurants, Cafes

Ein Service von info.websozis.de