In Shuttle-Bussen auf den Donnersberg

Veröffentlicht am 09.01.2021 in Kommunales

Kreisverwaltung fördert endlich den Tagestourismus in Zeiten der Pandemie - in vollen Bussen!

Als wäre der bundesweite Lockdown nicht aussagekräftig genug, um die Inzidenzwerte zu reduzieren. Nein! Im Donnersbergkreis hat man das Läuten scheinbar noch nicht gehört, was Politiker und Experten im ganzen Land predigen und dringend dazu raten, die Kontakte wegen der Pandemie auf ein Minimum zu beschränken.

 

Die Kreisverwaltung verkündete das Projekt in facebook: Da auch die Zufahrten zum Donnersberg in letzter Zeit durch Tagesausflügler verstopft waren, werden sie am Wochenende dicht gemacht. Von 9.30 bis 18 Uhr.

Die Kreisverwaltung setzt daher an beiden Tagen Shuttlebusse auf den Donnersberg ein, die jeweils ab 9 Uhr morgens im Stundentakt auf zwei Linien verkehren.“

Sollten die Busse gut genutzt werden, würde man weitere zusätzliche Busse einsetzen.              Man hat sich für die Einrichtung dieses Shuttleservices entschieden, um Bürgern den Aufenthalt auf dem Donnersberg zu ermöglichen und gleichzeitig die Verkehrssicherheit zu gewährleisten.

Einwandfrei!! Super!! Politiker und Experten in ganz Deutschland raten dringend dazu, die Kontakte wegen der Corona-Pandemie auf ein Minimum zu beschränken – und unser Landrat veranstaltet Tagesausflüge in vollen Bussen.

Innenminister Lewentz (SPD) appellierte: „Nicht massenhaft in Wintersportgebiete strömen! Die Zeiten sind leider nicht geeignet, um in großer Zahl zu den Touristenmagneten zu strömen und in Massen die Skipisten zu nutzen."

Der Kreisverwaltung schwante offenbar, dass die prima Idee doch einen Denkfehler hatte. Vielleicht trägt auch der massive Shitstorm auf der Facebook-Seite des Landkreises dazu bei.     So hat man schnell die Notbremse gezogen und die Shuttlebusse gestrichen, die Zufahrten bleiben aber trotzdem dicht.

„Die Kreisverwaltung bedauert, dass das gut gemeinte Angebot eines Shuttleservices auf den Donnersberg anders aufgenommen wurde, als es von den an der Entscheidung Beteiligten intendiert war”, heißt es.

Was haben wir eine tolle Kreisverwaltung und erst der Landrat! Na ja, nicht alles was Guth heißt muss es auch gut machen.

Da sind wir mal gespannt, wie es in diesem Jahr mit dem Radwegenetz und den Kreisstrassen im Landkreis weitergeht. Vielleicht brauchen wir da ja auch einen anständigen Shitstorm auf facebook, und alles wird sich zum besten der Bürger wenden?

 
 

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